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Teilleistungsschwächen

Dieser Begriff bezeichnet ein Defizit in einer ganz bestimmten Richtung bei einem ansonsten normal entwickelten Kind. Es kann sich um Rechenschwäche, Rechtschreibschwäche, Leseschwäche und Vieles mehr handeln. Die Ursachen sind sehr vielfältig und in den seltensten Fällen konkret feststellbar. Selbst die aufwändigsten sonderpädagogischen Diagnostikverfahren bringen wenig konkrete Anhaltspunkte, und oft kommen die Kinder in eine "Therapie-Maschinerie" hinein, die sie zu Außenseitern stempelt, ihnen aber wenig weiterhilft. Lässt man Kinder mit Teilleistungsschwächen hingegen allein mit ihren Problemen und Unsicherheiten, können sie in einen verhängnisvollen Teufelskreis aus Unsicherheit, Vermeidungsstrategien oder Selbstbetrug stolpern.

Es ist eine Gratwanderung die richtige Form der Intervention zu finden, und wieder geht es nur durch die individuelle Auseinandersetzung mit der jeweiligen Persönlichkeit. Menschen handeln - je nach Charakter - sehr unterschiedlich: Die einen konfrontieren sich mit ihren Problemen, die anderen weichen den Schwierigkeiten mehr und mehr aus und versuchen sie zu verbergen. Werden Kinder in dieser Phase alleine gelassen oder beschwichtigt, kann es passieren, dass sie sich von eizelnen Fachgebieten vollständig zurückziehen und ihr Selbstwertgefühl darunter leidet ("das kann ich eh nicht", "das lern ich nie", oder aber auch "das ist mir viel zu fad/kindisch/uninteressant..."). Unsere Aufgabe ist, ihre Situation zu erkennen und ihnen ehrlich zu begegnen, sodass wir ihnen weiterhelfen, sie stärken und unterstützen können.

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