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Spezialitäten der Grundstufe

Von innen nach außen entfalten - mit Naturmaterialien, Waldtag, viel Spielen und liebevoller Begleitung. Wenn die ganz besondere Persönlichkeit jedes einzelnen Kindes gestärkt und auf das Leben vorbereitet werden soll, dann braucht es eine vorbereitete Umgebung, Rhythmus und die Freiheit, den eigenen Bewegungsdrang auszuleben. In der Grundstufe der Neuen Schule wird in einer Gruppe von 11-12 Kindern individuelle Entfaltung gefördert. Dabei helfen die Natur als Erfahrungsfeld für draußen und Werkstoff für drinnen, Montessori-Materialien und geführte Gruppenerlebnisse im Kreis (z. B. mit Liedern und Bewegungsspielen) sowie klar gesetzte Grenzen.

Rhythmischer Tageslauf

Es gibt Angebote und Darbietungen der Betreuerin, an denen die Kinder teilnehmen. Sei es bei der Arbeit mit dem Montessori-Material, einem der täglichen Angebote wie Filzen oder Tonen, oder wenn das Kind bei der "Arbeit" in der Sandkiste oder mit Buchenholzklötzen die Welt neu entstehen lässt. Geschichten, Reime und Spiele helfen, wieder zur Ruhe zu kommen und Geschehnisse in- und außerhalb der Gruppe zu verarbeiten. Ein Mal in der Woche ist "Waldtag": Hier findet das Arbeiten, Spielen und Lernen in der freien Natür statt. Bei jedem Wetter gibt es Neues und Spannendes zu entdecken.

Peer Mediation und soziale Frühförderung in der Grundstufe der Neuen Schule

Wie im richtigen Leben prallen in der Schule die verschiedensten Persönlichkeiten aufeinander. Ein fröhliches Miteinander ist da nicht immer selbstverständlich. Aus dieser Vielfalt kann sich ein Reizklima entwickeln, und sie ist ein Ansatzpunkt für soziales Lernen.

Seit geraumer Zeit gibt es in Österreich verschiedene Projekte an diversen Schultypen zum Thema Peer Mediation. Die Integration mediativer Techniken in die pädagogische Arbeit, den Respekt und der Achtung gegenüber den Schülern und das Vertrauen in ihre Fähigkeit, selbst Lösungen für ihre Probleme zu finden, verändert die Konfliktkultur. Die Peer Mediation setzt genau da an. Es geht darum, die Problemlösungskompetenz der Kinder gezielt einzubeziehen.

Kinder werden stark von Kindern, von ihrer Peer Group, beeinflusst, sie lernen enorm voneinander.

  • Kinder können oft viel schneller und effektiver im Konflikt untereinander vermitteln.
  • Sie verstehen in der Regel die Positionen der einzelnen Konfliktbeteiligten besser als Erwachsene.
  • Sie können sich leichter in ihre Situation versetzen und ihre Sprache sprechen.
  • Gleichaltrige werden sehr viel leichter als neutrale Person anerkannt als Erwachsene.

Oberstes Ziel der Schulmediation ist es, den Schülerinnen und Schülern eine Form der Kommunikation näher zu bringen, die es ihnen ermöglicht, im Streit besser agieren zu können und ihre emotionalen Reaktionen zu kontrollieren. Durch regelmäßige Übungen wollen wir das Selbstbewusstsein stärken, im Sinne einer bewussteren Selbstwahrnehmung. Das hilft, Gefühle zu erkennen und zu benennen.

Im Gegenteil zu dem, was viele von uns glauben, dass es gut ist, seine Wut "herauszulassen", verstärkt ein in Wut handelndes Kind seine Wut. Jeder Wutausbruch verschlimmert die Verzweiflung. Ein Perspektivenwechsel ist z.B. eine hervorragende Methode eine verfahrene Situation in einem neuen Licht zu sehen und einen neuen Umgang mit der Wut zu finden. So kommen viele Rollenspiele und Elemente der Theaterpädagogik zum Einsatz und mit dem Einfühlen in andere Personen fällt es leichter andere zu verstehen - und auch uns selbst.

Bei aller Individualität entdecken unsere Schüler, dass ihre Gefühle, Erfahrungen, Wünsche oder Ängste oft gar nicht so verschieden sind.

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