Die Finanzierung der Neuen Schule

Die Autorität des Lehrers schadet oft denen, die lernen wollen. (Cicero)

Finanziert wird die "Neue Schule" - wie leider alle nichtkonfessionellen Privatschulen - hauptsächlich durch die Beiträge der Eltern. Konfessionelle Privatschulen erhalten seitens des Staates die Personalkosten rückerstattet - dies deckt die in der Regel 80-90% der Gesamtkosten ab. Privatschulen ohne kirchlichem Träger müssen hingegen einen Großteil ihrer Kosten selbst tragen.

Es gibt geringe Förderungen von Unterrichtsministerium und Land Niederösterreich, trotzdem bleibt die Finanzierung einer Privatschule ohne konfessionellem Träger eine schwierige Sache.

Die öffentliche Schule wirbt zwar sehr stark mit den Inhalten der Reformpädagogik (Individualisierung, Freiarbeit, Teamwork, Selbstverantwortung, Materialarbeit, Realitätsbezug, Sinneserfahrung,... ), aber die Schulen, die am nähesten an der Umsetzung dieser Ziele sind, erhalten nur minimale Zuwendungen des Bundes. So entsteht die paradoxe Situation, dass die freien Schulen, die um so Vieles günstiger wirtschaften als die öffentlichen Schulen, die Eltern um so Vieles mehr kosten und gleichzeitig um so Vieles weniger Geld zur Verfügung haben als die teuren, von der öffentlichen Hand finanzierten Regelschulen. 

Viele Neuerungen, die langsam, kleinweise, zögerlich und leider viel zu schleppend auch in die Regelschulen einziehen, wurden von freien Schulen vorgelebt. Aber diese den Kindern zu ermöglichen, bleibt vorerst leider Aufgabe der Eltern.

wind